Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Wird Leder in Neufahrzeug vom Werk eigentlich ausreichend geschützt?

Unserer Erfahrung nach nicht.

Die Autoindustrie verfolgt dabei einen wie wir meinen falschen Ansatz, der lautet: das gesamte Leder der Innenausstattung muss im Test die gleichen Anforderungen für Atmungsaktivität, Dampfdurchlässigkeit etc. erfüllen. Alle lederbezogenen Bereiche eines Sitzes werden gleich beurteilt, obwohl sie in der Praxis ganz unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden müssen. Ein Beispiel: Sicher sollten die eigentlichen Sitzflächen atmungsaktiv und dampfdurchlässig sein, damit im Sommer der Schweiß nicht in Strömen fließt, aber die Einstiegsbereiche in Sitz und Rücken sind im Gebrauch keinem Körperkontakt ausgesetzt und sollten daher eher abriebgeschützt (also fest und glatt) sein als atmungsaktiv.

Verschleißfördernd wirken auch die in letzter Zeit immer mehr in Mode kommenden Sportsitze, die sich vor allem durch hohe Seitenflanken auszeichnen. Sie bieten einen ausgezeichneten Komfort und Seitenhalt, werden aber bei jedem Einstiegsvorgang stark belastet, weil wir, um in den Sitz zu kommen, natürlich dieses hohe Seitenpolster erst einmal überwinden müssen. Ganz extrem fällt dies bei kleineren Fahrerinnen oder Fahrern auf, die den Sitz sehr weit nach vorne stellen müssen. Hier wird beim Einstieg- und Ausstiegsvorgang jedes Mal die gesamte Rückenpolsterwulst verdreht und ist so enormem Abrieb ausgesetzt.

Aufgrund der Denkweise der Hersteller und der konstruktiven Änderungen hin zum Sportsitz kommt es oft schon nach wenigen Nutzungsmonaten zu Verschleißerscheinungen, die dann im Rahmen der Gewährleistung abgewickelt werden. Pech nur für die Kunden, die den Schaden erst nach Ablauf der Garantiezeit bemerken. Diesen Kunden können wir dann helfen. Beachten Sie hierzu den Infotext "Ledersitze nachfärben".